<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" ><generator uri="https://jekyllrb.com/" version="4.2.1">Jekyll</generator><link href="https://kleinstadtcharme.com/feed.xml" rel="self" type="application/atom+xml" /><link href="https://kleinstadtcharme.com/" rel="alternate" type="text/html" /><updated>2026-02-08T20:52:52+01:00</updated><id>https://kleinstadtcharme.com/feed.xml</id><title type="html">Kleinstadtcharme</title><subtitle>Hi, ich bin Maria — Ex-Großstädterin und heute in einer Kleinstadt zu Hause. Ich schätze den anderen Rhythmus, neue Blickwinkel und lebendige Begegnungen im Alltag. In Kleinstadtcharme schreibe ich über Orte, Zeit und Stil, über das Ankommen, das Weitergehen und über Erfahrungen und Fragen, die sich im Leben stellen.</subtitle><entry><title type="html">Zwischen den Orten</title><link href="https://kleinstadtcharme.com/2026/01/01/zwischen-den-orten.html" rel="alternate" type="text/html" title="Zwischen den Orten" /><published>2026-01-01T16:07:21+01:00</published><updated>2026-01-01T16:07:21+01:00</updated><id>https://kleinstadtcharme.com/2026/01/01/zwischen-den-orten</id><content type="html" xml:base="https://kleinstadtcharme.com/2026/01/01/zwischen-den-orten.html">&lt;p&gt;Meine Tochter sitzt zwischen meinen Eltern auf dem Sofa und betrachtet konzentriert ein Bilderbuch. Meine Mutter zeigt auf die Tiere, benennt sie mit dieser Geduld, die nur Großeltern aufbringen können – immer wieder, im gleichen ruhigen Rhythmus. Meine Tochter lauscht, greift nach den Seiten, will umblättern. Es ist eine kleine, alltägliche Szene. Aber ich spüre, wie sich etwas in mir zusammenzieht. In wenigen Tagen fahren wir zurück. Diese Nähe, die sich hier so selbstverständlich anfühlt, wird wieder zu Distanz. Das Vermissen wird zurückkehren – nicht dramatisch, sondern als leiser, beständiger Unterton im Alltag.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir sind über die Feiertage hier, bei meinen Eltern. Die Tage verlaufen langsam, ohne feste Struktur. Noch einmal im Bett umdrehen. Frühstück, das sich in den Vormittag zieht. Spaziergänge, die nirgendwohin führen. Abende, an denen wir zusammensitzen und einen Film schauen. Es gibt diese Momente, in denen wir gemeinsam lachen – über Kleinigkeiten, über Erinnerungen, über Dinge, die nur wir verstehen. Eine Leichtigkeit liegt in diesen Momenten, die ich sonst selten spüre. Es ist das Gefühl von Heimat. Nicht die Heimat, die man sich schafft, sondern die, die man mitbringt. Die in der Vertrautheit liegt, in den geteilten Jahren, in der Selbstverständlichkeit, mit der man zusammen ist.
In Goslar gibt es das nicht. Noch nicht in dieser Form. Es gibt Momente des Ankommens, Momente, in denen sich die Kleinstadt richtig anfühlt. Aber diese tiefe Verwurzelung, dieses Gefühl, dass jeder Ort eine Geschichte erzählt, das fehlt noch. Hier, in der Stadt meiner Eltern, fahre ich durch Straßen, die ich blind kenne. Jede Ecke ist mit einer Erinnerung verbunden. Der Weg auf dem ich mit meinem Fahrrad zu spät zur Schule fuhr. Der Park, in dem ich Nachmittage mit meinen Großeltern beim Entenfüttern verbracht habe. Der Weg zum Supermarkt, den ich hunderte Male gefahren bin. Diese Vertrautheit ist gewachsen über Jahre, über Jahrzehnte. Sie lässt sich nicht erzwingen, nicht planen. Sie entsteht einfach, mit der Zeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Tage zwischen den Jahren haben eine besondere Qualität. Eine Zwischenzeit, in der der Alltag pausiert und Raum entsteht – für Rückblick, für Ausblick, für Fragen, die sonst im Alltäglichen untergehen. Die Eingewöhnung meiner Tochter in der Krippe geht weiter, auch jetzt. Das Dachgeschoss, das noch nicht fertig ist, wartet noch immer. Das Vermissen meiner Eltern ist da, unabhängig davon, welches Datum der Kalender zeigt.
Leben denkt in Wellen, nicht in Schnitten. Veränderungen passieren allmählich, oft unbemerkt, und zeigen sich erst im Rückblick. Der Umzug in die Kleinstadt war so. Die Entscheidung für das Haus. Auch die Schwangerschaft. Nichts davon begann an einem bestimmten Datum. Alles entwickelte sich, fügte sich zusammen, nahm Form an – aber nicht nach Plan, sondern im Fluss der Dinge.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das gilt auch für das, was kommt. Ich weiß nicht genau, wie sich dieses Jahr entwickeln wird. Aber ich spüre, wo meine Aufmerksamkeit gerade liegt. Der Kleingarten zum Beispiel. Er wird mehr Raum einnehmen, nicht weil ich es mir vorgenommen habe, sondern weil die Zeit dafür da ist. Meine Tochter wird größer, der Alltag findet seinen Rhythmus – und mit ihm der Wunsch, etwas wachsen zu sehen. Etwas, das nicht nach Plan entsteht, sondern nach Jahreszeiten.
Jetzt, im Winter, liegt der Garten noch brach. Wenn ich daran denke, sehe ich kahle Beete, nasse Erde, die Stille, die über allem liegt. Aber ich denke auch schon darüber nach, was dort möglich ist. Welche Pflanzen ich setzen will. Welche Wege entstehen könnten. Wie viel Wildheit ich zulassen möchte. Der Garten ist ein Ort, der Geduld lehrt. Man kann ihn nicht beschleunigen, nicht erzwingen. Man kann nur begleiten, was ohnehin geschieht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt eine Parallelität zwischen dem Garten und dem Leben in der Kleinstadt. Beides braucht Zeit, um sich zu entfalten. Beides wächst langsam. In Goslar bin ich jetzt seit einigen Jahren. Ich kenne die Straßen, ich habe Routinen entwickelt, ich weiß, wo ich einkaufe, wo ich spazieren gehe, welche Wege ich nehme. Aber die Vertrautheit, die ich hier bei meinen Eltern spüre – dieses Gefühl, dass jeder Ort eine Geschichte hat, die auch meine Geschichte ist – das entwickelt sich erst mit den Jahren.
Manchmal frage ich mich, ob es überhaupt möglich ist, Heimat mehrmals zu finden. Ob man an einem neuen Ort jemals dieselbe Verwurzelung spüren kann wie an dem, an dem man aufgewachsen ist. Ich habe in anderen Städten gelebt – in Barcelona, vor dreizehn Jahren. In Cádiz, vor fünfzehn Jahren. In Moskau, vor acht Jahren. Beides waren prägende Zeiten. Beides Orte, die mich verändert haben, die Teil meiner Geschichte geworden sind. Aber die Verbindung, die ich zu ihnen habe, ist eine andere als die zur Stadt meiner Kindheit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Barcelona kenne ich Straßen, durch die ich damals täglich ging. Ich erinnere mich an den Weg zur Arbeit, an bestimmte Cafés, an das Licht, das zu bestimmten Tageszeiten durch die engen Gassen fiel. Wenn ich heute daran denke, spüre ich eine Mischung aus Vertrautheit und Fremdheit. Die Stadt ist noch da, die Straßen auch. Aber ich bin nicht mehr dieselbe Person, die damals dort lebte. Und die Stadt ist es vermutlich auch nicht.
Cádiz hat eine andere Qualität. Vielleicht, weil die Stadt kleiner ist, überschaubarer, am Meer. Ich habe Cádiz immer geliebt – diese langsame Stadt, die sich Zeit nimmt, die großzügig ist in ihrem Rhythmus. Ich liebe sie noch immer. Aber auch hier gilt: Die Vertrautheit, die ich dort entwickelt habe, ist nicht die gleiche wie die, die ich hier bei meinen Eltern spüre. Sie ist dünner, fragiler, auf eine andere Weise kostbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich kehre immer wieder zurück zu diesen Städten. Nicht, um dort zu leben, sondern um zu sehen, wie sie sich verändert haben. Um zu spüren, wie ich mich verändert habe im Verhältnis zu ihnen. Um zu verstehen, was von der Verbindung geblieben ist. Orte verändern sich, Menschen verändern sich. Und manchmal passt beides nicht mehr zusammen. Manchmal schon.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Spannung zwischen Ankommen und Fortgehen begleitet mich seit Jahren. Seit dem Umzug aus der Großstadt in die Kleinstadt. Seit der Entscheidung, ein Haus zu kaufen, Wurzeln zu schlagen. Aber Wurzeln zu haben bedeutet nicht, nicht mehr wegzugehen. Es bedeutet nur, einen Ort zu haben, zu dem man gerne zurückkehrt. Und vielleicht ist das der eigentliche Unterschied: Nicht, ob man bleibt oder geht, sondern ob man einen Ort hat, der einen hält, auch wenn man unterwegs ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Vermissen hat viele Schichten. Ich vermisse meine Eltern, ich vermisse die Stadt, in der ich aufgewachsen bin. Manchmal vermisse ich auch Barcelona, manchmal Cádiz, manchmal Moskau – nicht als konkrete Orte, sondern als Zustände. Als Versionen meines Lebens, die dort stattgefunden haben. Als die Person, die ich damals war. Aber ich bin auch angekommen – im Haus, in der Kleinstadt, in diesem Leben. Beides existiert nebeneinander, ohne sich zu widersprechen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Goslar wird nicht Barcelona werden. Es wird nicht Cádiz werden und nicht Moskau. Und es wird auch nicht die Stadt meiner Eltern werden. Es wird etwas Eigenes sein. Ein Ort, den ich mir selbst erschaffe, über die Jahre. Mit dem Reihenhaus, das wir sanieren. Mit dem Garten, den wir gestalten. Mit den Routinen, die sich entwickeln. Mit den Erinnerungen, die entstehen – nicht aus der Kindheit, sondern aus den Entscheidungen, die ich treffe.
Vielleicht ist das der Unterschied zwischen der Heimat, in die man hineingeboren wird, und der Heimat, die man sich schafft. Die eine ist gegeben, selbstverständlich, tief verwurzelt. Die andere ist gewählt, bewusst, fragiler – aber vielleicht gerade deshalb kostbar. Weil man sich jeden Tag neu dafür entscheidet. Weil man aktiv daran arbeitet. Weil nichts davon selbstverständlich ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Reihenhaus wird weiter saniert werden. Nicht in großen Sprüngen, sondern Raum für Raum, in dem Tempo, das unser Leben zulässt. Mit einem Kind, mit Arbeit, mit all den anderen Dingen, die dazwischen liegen. Es gibt keinen Masterplan mehr, keine Timeline, keine festen Deadlines. Nur die Frage: Was brauchen wir gerade? Was macht Sinn? Und manchmal auch: Was können wir uns leisten, mental, zeitlich und finanziell?
Der Garten wird Teil dieser Entwicklung sein. Ein Ort, an dem ich lernen kann, Dinge wachsen zu lassen, ohne sie zu kontrollieren. Ein Ort, der mir zeigt, dass nicht alles planbar ist – und dass das in Ordnung ist. Dass Schönheit auch im Ungeplanten liegen kann, im Wildwuchs, in den Pflanzen, die von selbst kommen. Der Kleingarten ist neu für mich, ein Terrain, das ich noch nicht kenne. Aber vielleicht ist das gut so. Vielleicht brauche ich gerade etwas, das ich von Grund auf lernen kann, ohne Erwartungen, ohne Vergleiche.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich werde hier weiter schreiben. Regelmäßiger als in den letzten Monaten, aber nicht nach einem starren Plan. Sondern dann, wenn etwas da ist, das geschrieben werden will. Über die Dinge, die mich beschäftigen: Räume, die sich verändern. Orte, zwischen denen ich mich bewege. Den Alltag, der sich immer wieder neu sortiert. Das Ankommen und das Vermissen, die beide Teil desselben Lebens sind.
Es wird mehr Beobachtungen geben. Aus Goslar, aus anderen Städten, aus den Zwischenräumen. Ich will genauer hinschauen, wie sich Leben in der Kleinstadt anfühlt – und wie es sich unterscheidet von dem Leben, das ich vorher kannte. Was sich verändert hat, was geblieben ist. Welche Rhythmen entstehen, welche verloren gehen. Wie sich Orte anfühlen, wenn man zu ihnen zurückkehrt nach Jahren. Was von der Vertrautheit bleibt, was sich auflöst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Barcelona wird wiederkommen in meinen Gedanken und vielleicht auch in meinen Texten. Nicht als nostalgische Erinnerung, sondern als Frage: Was ist aus der Stadt geworden? Was ist aus mir geworden? Passt das noch zusammen? Cádiz ebenso – dieser Ort am Meer, den ich so mag, zu dem ich immer wieder zurückkehren will. Nicht, um dort zu leben, sondern um zu verstehen, was diese Stadt für mich bedeutet. Warum sie mich anzieht, auch nach all den Jahren.
Und es wird Reflexionen geben. Über Zeit, über Heimat, über das Gefühl, zwischen verschiedenen Orten zu stehen. Über das Muttersein, das mein Leben grundlegend verändert hat – aber nicht auf die Weise, wie ich es erwartet hatte. Über Freundschaften, die sich wandeln, wenn man die Stadt wechselt und ein Kind bekommt. Über die Frage, was Zugehörigkeit bedeutet und ob man sie mehrmals finden kann. Ob sie sich wiederholen lässt oder ob jede Form von Zugehörigkeit einzigartig ist.
Nicht alles wird anders. Vieles bleibt. Das Haus bleibt, mit seinem unfertigen Dachgeschoss und seinen Möglichkeiten. Die Kleinstadt bleibt, mit ihrem Rhythmus, der manchmal zu langsam und manchmal genau richtig ist. Das Vermissen bleibt, und das Ankommen auch. Die Erinnerungen an andere Orte bleiben – an Barcelona, an Cádiz, an Moskau, an die Stadt meiner Eltern. Beides gleichzeitig und beides wahr.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Tage zwischen den Jahren gehen zu Ende. Bald fahren wir zurück nach Goslar. Zurück in den Alltag, der uns dort erwartet. Zurück zu dem unfertigen Dachgeschoss, zur Krippe, zu den Routinen. Und mit uns nehmen wir das Vermissen – aber auch das Wissen, dass es einen Ort gibt, zu dem wir zurückkehren. Ein Haus, das noch nicht fertig ist. Ein Garten, der darauf wartet, bepflanzt zu werden. Eine Kleinstadt, die langsam zu meiner wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht auf einmal. Nicht nach einem bestimmten Zeitplan. Sondern Schritt für Schritt, Tag für Tag, in dem Rhythmus, den das Leben vorgibt. In der Zeit, die es braucht, um aus einem Ort mehr zu machen als nur einen Wohnort. Um Heimat zu schaffen, auch wenn sie anders ist als die, die man kennt. Um zwischen den Orten einen Platz zu finden – einen eigenen, gewählten, bewussten Platz.&lt;/p&gt;</content><author><name></name></author><category term="Ankommen" /><summary type="html">Meine Tochter sitzt zwischen meinen Eltern auf dem Sofa und betrachtet konzentriert ein Bilderbuch. Meine Mutter zeigt auf die Tiere, benennt sie mit dieser Geduld, die nur Großeltern aufbringen können – immer wieder, im gleichen ruhigen Rhythmus. Meine Tochter lauscht, greift nach den Seiten, will umblättern. Es ist eine kleine, alltägliche Szene. Aber ich spüre, wie sich etwas in mir zusammenzieht. In wenigen Tagen fahren wir zurück. Diese Nähe, die sich hier so selbstverständlich anfühlt, wird wieder zu Distanz. Das Vermissen wird zurückkehren – nicht dramatisch, sondern als leiser, beständiger Unterton im Alltag.</summary></entry><entry><title type="html">Alles neu macht der Januar – oder ich mache es anders</title><link href="https://kleinstadtcharme.com/2026/01/01/alles-neu-macht-der-januar-oder-ich-mache-es-anders.html" rel="alternate" type="text/html" title="Alles neu macht der Januar – oder ich mache es anders" /><published>2026-01-01T16:07:21+01:00</published><updated>2026-01-01T16:07:21+01:00</updated><id>https://kleinstadtcharme.com/2026/01/01/alles-neu-macht-der-januar-oder-ich-mache-es-anders</id><content type="html" xml:base="https://kleinstadtcharme.com/2026/01/01/alles-neu-macht-der-januar-oder-ich-mache-es-anders.html">&lt;p&gt;&lt;em&gt;Kein Neujahrsvorsatz. Sondern eine Richtung.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Über Neujahrsvorsätze habe ich lange nicht nachgedacht. Sie gehörten nicht zu meinen Erwartungen an ein neues Jahr. Erst in einem ganz anderen Zusammenhang sind sie mir wieder begegnet – beiläufig, fast unscheinbar. Bei einem MaxiSteps-Treffen mit den Kindern lagen plötzlich diese großen, bekannten Worte vor einem: Gesundheit. Sport. Zeit für mich. Mehr Freizeit. Mehr Schlaf. Worte, die jedes Jahr wieder auftauchen, wenn ein Kalenderblatt umgeschlagen wird. Und mit ihnen die Frage, ob sie für das kommende Jahr wirklich eine Rolle spielen sollen.
Mich hat weniger der einzelne Vorsatz beschäftigt als das Prinzip dahinter. Diese Idee, dass Veränderung einen offiziellen Startpunkt braucht. Einen Montag. Einen Ersten. Den Jahresanfang. Als müsste man warten, bis etwas beginnt, um etwas zu verändern.
Dabei beginnt doch alles immer mitten im Leben. Veränderungen entstehen nicht aus klaren Schnitten, sondern aus einem inneren Drängen – aus dem Gefühl, dass etwas nicht mehr passt oder dass etwas fehlt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Je länger ich darüber nachdachte, desto deutlicher wurde mir: Vorsätze erzeugen bei mir keinen Aufbruch, sondern Druck. Sie bündeln komplexe Bedürfnisse in einfache Begriffe und legen sie unter ein Zeitversprechen, das kaum einzuhalten ist. Statt Orientierung entsteht Stress. Statt Klarheit ein inneres Antreiben.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;warum-vorsätze-für-mich-nicht-funktionieren&quot;&gt;Warum Vorsätze für mich nicht funktionieren&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Vielleicht liegt es daran, dass mein Leben sich nicht mehr wie ein Projekt anfühlt, das man neu aufsetzen kann. Vorsätze gehen von einem klaren Anfang aus und von einem Ziel, das man erreichen soll. Dazwischen liegt ein Weg, den man kontrollieren möchte.
Mein Alltag funktioniert anders. Er ist nicht planbar, sondern rhythmisch. Er besteht aus Wiederholungen, aus kleinen Verschiebungen, aus Reaktionen auf das, was gerade ist. Vorsätze passen schlecht in diese Form von Leben. Sie machen aus Bedürfnissen Aufgaben – und aus Zeit etwas, das man einteilen und bewerten muss.
Was sie bei mir auslösen, ist kein Antrieb, sondern innerer Druck. Das Gefühl, etwas schuldig zu bleiben, selbst wenn man sich bewusst entschieden hat, es anders zu machen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;rückblick&quot;&gt;Rückblick&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wenn ich auf 2025 zurückblicke, hatte ich lange das Gefühl, nichts erlebt zu haben. Weniger Ausflüge. Weniger Fotos. Weniger von dem, was man am Jahresende oft heranzieht, um einem Jahr Bedeutung zu geben, eine Jahresbilanz zu ziehen.
Und doch war dieses Jahr voll. Nicht sichtbar, nicht spektakulär, aber vollständig ausgefüllt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;2025 war geprägt von Eingewöhnung. Von der Eingewöhnung in der Krippe – und allem, was damit einhergeht. Jeden Morgen hinbringen. Warten. Auf Abruf bleiben. Das Telefon immer griffbereit, bereit für den nächsten Anruf, für das Abholen, für das erneute Anpassen des Tages. Dieser Rhythmus hat den Alltag bestimmt. Und mit ihm das Jahr. Vieles fand im Hintergrund statt, leise, wiederholend. Vielleicht fühlt sich dieses Jahr im Rückblick deshalb so leer an – nicht, weil nichts da war, sondern weil so vieles nicht erzählbar schien.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;eine-richtung&quot;&gt;Eine Richtung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Aus diesem Jahr heraus entsteht mein Wunsch für 2026. Kein Neubeginn, kein großer Plan. Sondern eine Richtung.
„Alles neu macht der Januar“ ist für mich kein Aufruf zum Reset. Es ist eher ein vorsichtiges Öffnen. Der Wunsch nach mehr Freiraum. Nach mehr Kreativität. Nach dem Schreiben selbst – nicht als Strategie, nicht als Pflicht, sondern aus der Freude heraus, Gedanken zu formulieren und ihnen Raum zu geben.
Gleichzeitig ist da das Bedürfnis nach Kontinuität. Nach dem Gefühl, am Ende eines Tages etwas geschaffen zu haben. Einen Absatz. Einen Gedanken. Einen Text. Etwas, das bleibt, auch wenn der Tag sich sonst aufgelöst hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hier möchte ich genau das tun: beobachten, denken, schreiben. Vom Alltag erzählen, von Wiederholungen, von kleinen Verschiebungen. Texte zulassen, die nicht auf schnellen Mehrwert zielen, nicht mit reißerischen Titeln locken und nichts versprechen müssen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich weiß, dass das nicht der einfache Weg ist. Dass Sichtbarkeit heute oft anders funktioniert. Aber ich habe keine Lust mehr, mich an Formate anzupassen, die mir selbst nichts geben. Ich möchte Texte schreiben, die bleiben dürfen – auch wenn sie leiser sind. Nicht als Abgrenzung, sondern als bewusste Entscheidung. Für eine ruhigere Form von Präsenz. Für einen anderen Rhythmus. Für eine Richtung, an der ich mich orientieren kann – ohne festen Startpunkt, ohne Vorsatz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielleicht braucht es gar keinen klaren Anfang, um etwas anders zu machen. Vielleicht reicht es, aufmerksam zu werden und dort weiterzugehen, wo man gerade steht.
Ich fange nicht neu an. Ich richte mich aus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alles neu? Nein. Aber bewusster.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Editor’s Note:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Dieser Text markiert den Beginn einer neuen Phase auf kleinstadtcharme. Mehr essayistische, persönlichere Texte werden folgen – ohne festen Rhythmus, aber mit klarer Richtung.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</content><author><name></name></author><category term="Rhythmus" /><summary type="html">Kein Neujahrsvorsatz. Sondern eine Richtung.</summary></entry><entry><title type="html">Friedas Sprint hinein in die Welt. Mein Geburtsbericht.</title><link href="https://kleinstadtcharme.com/2024/07/12/auf-die-plaetze-fertig-los-friedas-sprint-hinein-in-die-welt.html" rel="alternate" type="text/html" title="Friedas Sprint hinein in die Welt. Mein Geburtsbericht." /><published>2024-07-12T07:00:21+02:00</published><updated>2024-07-12T07:00:21+02:00</updated><id>https://kleinstadtcharme.com/2024/07/12/auf-die-plaetze-fertig-los-friedas-sprint-hinein-in-die-welt</id><content type="html" xml:base="https://kleinstadtcharme.com/2024/07/12/auf-die-plaetze-fertig-los-friedas-sprint-hinein-in-die-welt.html">&lt;p&gt;Ich möchte diesen Artikel mit einer Unterhaltung zwischen meiner Cousine und mir einleiten. „Karo, was kommt eigentlich zuerst?“, frage ich meine kinderlose ledige Cousine, der ich allerdings durch die Geburt ihrer drei Nichten kompetentes Wissen bezüglich Schwangerschaften zutraue, „Die Wehen oder platzt die Fruchtblase?“ „Natürlich platzt erst die Fruchtblase und dann kommen die Wehen! Wie soll das Baby denn sonst da herauskommen? Das zeigen sie doch auch immer so in Filmen“, entgegnete sie überzeugt. So war dann auch ich der felsenfesten Überzeugung, dass erst die Fruchtblase platzen muss. Im Geburtsvorbereitungskurs wurde ich eines Besseren belehrt und tatsächlich platzt die Fruchtblase erst in der Austreibungsphase, wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist. Dass die Fruchtblase vor dem Einsetzen der Wehen platzt, sprich, dass es einen vorzeitigen Blasensprung gibt, passiert bei ca. &lt;a href=&quot;https://www.springermedizin.de/emedpedia/detail/die-geburtshilfe/vorzeitiger-blasensprung-am-termin?epediaDoi=10.1007%2F978-3-662-44369-9_32&quot;&gt;8–10 % der Schwangerschaften&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nachdem ich den Stress im Alltag reduzieren konnte, war ich bis zur 39. Woche noch recht fit – abgesehen vom Schwangerschaftsdiabetes und den Rückenschmerzen und weiteren Wehwehchen. Ich war wandern, beim Yoga, habe Wochenendausflüge gemacht, hatte eine Babyparty und war sogar noch in der „Dorfdisco“ als „Mama geht tanzen“ in Goslar stattfand. Aber die 39. SSW war für mich sehr mühsam. Ich habe mich gefühlt wie ein Medizinball. Es fiel mir schwer, Treppen zu steigen und das muss ich in unserem Reihenhaus zigmal am Tag, denn die Waschmaschine steht im Keller und andauernd muss man rauf und runter laufen. Ich wollte einfach nicht mehr schwanger sein und habe der Chica in meinem Bauch zugeflüstert, sich langsam auf den Weg zu machen. Ich war voller Ungeduld, diesen kleinen Menschen endlich kennenzulernen und im 10. Monat hatte ich genug davon, schwanger zu sein. Genug war genug! Neben den körperlichen Einschränkungen hatte ich auch genug davon, auf Salami, Räucherlachs, Schinken und Rohmilchkäse zu verzichten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-07-12/erstesctg.jpg&quot; alt=&quot;Warten auf das Einsetzen der Wehen&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Kleine hat mich beim Wort genommen. Am 30.05. um drei Uhr in der Früh, genau eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin, platzte meine Fruchtblase. Das klingt dramatischer, als es eigentlich ist und ganz und gar nicht so wie im Fernsehen. Es kommt nicht plötzlich ein Schwall Wasser zwischen den Beinen und man steht nicht in einer Fruchtwasserlache. Es ist viel dezenter. An dem Morgen bin ich aufgestanden, um auf Toilette zu gehen, wie die hunderte Male davor schon in der Nacht. Dieses Mal bemerkte ich Tröpfchen in meinem Slip und natürlich habe ich mir dabei nichts gedacht. Ich dachte eher, okay, das Baby drückt so sehr auf die Blase, dass etwas daneben gegangen ist. Nach dem Toilettengang habe ich mich wieder ins Bett zum Schlafen gelegt. Als ich eine Stunde später wieder auf Toilette musste, bemerkte ich, dass dort, wo zuvor nur die farblosen Tröpfchen waren, jetzt mehrere zartrosa Flecken waren. Aus dem Schwangerschaftsvorbereitungskurs wusste ich noch, dass farblos und rosa keine Panik bedeutet, erst bei Grün sollte man sich beeilen. Ich rief in der Klinik in Wernigerode an und teilte mit, dass möglicherweise meine Fruchtblase geplatzt ist. Ich nahm es zumindest stark an, da normalerweise keine rosafarbene Flüssigkeit aus mir ausläuft und mittlerweile tropfte es nicht mehr, sondern es lief nur so runter. Ich packte mir eine extra dicke Binde für Wöchnerinnen ein und ging ins Schlafzimmer, um Björn zu wecken. Aus dem Tiefschlaf geholt, wirkte er zunächst etwas desorientiert und verwirrt, hatte sich aber schnell gefasst und war dann verwundert. Wir haben schnell noch einige Sachen zusammengesucht, wie den Mutterpass und das Portemonnaie, haben unsere Kliniktaschen eingepackt und sind nach Wernigerode gefahren. Auf der ganzen Fahrt dorthin war ich weder aufgeregt noch verängstigt. Für große Gefühlsregungen war ich zu müde. Der Schlafmangel der letzten Monate machte mir zu schaffen. Ich bin aber auch ein entspannter Mensch, der alles so nimmt, wie es kommt, ohne sich groß Gedanken zu machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um fünf Uhr früh haben wir in der Klinik eingecheckt und ich durfte zunächst zum CTG. Wehentätigkeit war nicht vorhanden und der Muttermund war vollständig geschlossen. Generell gab es keinerlei Anzeichen dafür, dass eine Geburt bevorstand. Die Frauenärztin bestätigte aber den „ordentlichen Blasensprung“, denn nun floss es nur so meine Beine entlang. Der Ultraschall war unauffällig und der Kleinen ging es blendend, daher sollte ich aufs Zimmer gehen, mich hinlegen und versuchen zu schlafen, denn der Tag könnte noch lang werden. Die nächsten Stunden ging es nun darum, darauf zu warten, bis die Wehen von selbst einsetzen, sonst müsste eingeleitet werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Björn und ich haben uns zusammen in das Krankenhausbett gelegt, da wir leider kein Familienzimmer bekommen haben, aber trotz der Müdigkeit konnte ich nicht schlafen – ganz im Gegensatz zu Björn. Tiefschlaf ist übrigens sein neues Feature, das bei ihm durch die Geburt freigeschaltet wurde; bei mir ist es das Funktionieren trotz Schlafmangel und stundenlanges sssshhhh, ohne dass der Mund austrocknet. Aber dazu dann später mehr.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Auf der Liege im Kreißsaal fragte ich die Hebamme nach einem Schmerzmittel und nachdem sie den Muttermund abgetastet hat, meinte sie, dass sie mir einen schönen Medikamentencocktail vorbereiten wird.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Jetzt ging es gefühlt jede Stunde zum CTG in den Kreißsaal, aber enttäuschenderweise gab es noch immer keine Wehentätigkeit und der Muttermund war verschlossen. “Wenn von selbst keine Wehen einsetzen, muss eingeleitet werden.”, erklärte mir die Hebamme. Um die Mittagszeit spürte ich ein leichtes Ziehen im unteren Bauch. Ob das schon Wehen sind, fragte ich mich. Schließlich habe ich eine hohe Schmerztoleranzgrenze aufgrund der unerträglichen monatlichen Regelschmerzen entwickelt. Die Gynäkologin holte mich auf den Boden der Tatsachen mit den Worten „So freudestrahlend wie Sie daherkommen, haben Sie noch immer keine Wehen.“ zurück. Ach, Mist und ich dachte, ich wäre eine Supergebärende. Nachdem bis 15 Uhr noch immer nichts von Wehen zu merken war, bereitete mich die Hebamme darauf vor, dass bald eingeleitet werden muss.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-07-12/keinewehen.jpg&quot; alt=&quot;Noch immer keine Wehen und ich bin voller Vorfreude&quot; class=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gegen 16:30 Uhr holte die Hebamme mich aus dem Zimmer und teilte mit, dass wir mit der Einleitung beginnen. Dafür ging es wieder in den Kreißsaal und es wurde wieder ein CTG geschrieben und ich erhielt zwei kleine weiße Pillen. Im Arztbrief stand, dass es sich dabei um das Hormon Misoprostol handelte. Danach sollte ich wieder auf mein Zimmer gehen und warten. In vier Stunden gäbe es die nächste Dosis. Dazu musste es aber gar nicht kommen. Noch während ich dort lag und an dem CTG hing, habe ich unglaubliche Schmerzen im unteren Rücken bekommen. Ich habe versucht, diese wegzuatmen und bin langsam aufs Zimmer geschlendert. Alle paar Meter musste ich anhalten und mich an der Wand abstützen, sobald der Schmerz wieder einsetzte. Eine Stunde später musste ich wieder zum CTG und ich konnte nicht mehr. Björn hat versucht, den Schmerz wegzustreichen, aber er war so stark. Mein Gesicht hat so stark geschwitzt und war rot gefleckt und aufgedunsen. Ich habe die Hebamme angefleht, mir irgendein Schmerzmittel zu geben und ich bekam ein Zäpfchen, aber das verschaffte keine Linderung. Danach ging es noch weitere Male in den Kreißsaal zum CTG. Beim letzten Mal – es war gegen 20:30 Uhr und wir wussten nicht, dass es das letzte Mal sein wird, habe ich gedacht, dass ich es nicht mehr schaffe und umkippe. Björn musste nicht mitkommen, da es schnell gehen sollte, meinte die Hebamme. Die Schmerzen waren mittlerweile so stark und anhaltend, dass ich weder atmen noch mich aufrecht halten konnte. Ich dachte, es zerreißt mich. Auf dem Weg zum Kreißsaal habe ich die leitende Gynäkologin gesehen und sie nach einer PDA angebettelt. Sie meinte nur, dass ich keine benötige, wohl wissend, dass es dafür zu spät ist. Auf der Liege im Kreißsaal fragte ich die Hebamme nach einem Schmerzmittel und nachdem sie den Muttermund abgetastet hat, meinte sie, dass sie mir einen schönen Medikamentencocktail vorbereiten wird. „Aber einen extra starken, mit viel Schuss“, entgegnete ich ihr. Kurz darauf bekam ich einen Tropf mit einem Antibiotikum und meinem Medikamentencocktail. Dann kam Björn in den Kreißsaal. Er hatte mich schon gesucht, weil es so lange gedauert hat und die Hebamme sagte, dass er direkt bleiben kann. Und da lag ich auf dieser Liege, krümmte mich immer noch vor Schmerzen, mit glühendem Gesicht, schweißgebadet. Björn legte mir alle paar Minuten einen nassen Waschlappen auf die Stirn und ich klammerte mich in seine andere Hand. Die Schmerzen kamen direkt hintereinander, ohne Pause und zum Atmen kam ich gar nicht mehr. Das waren sie also, die Wehen. Eine ganz neue Dimension von Schmerz. Ich sah im Augenwinkel, dass die Hebamme einige Dinge zurechtlegte und etwas an meinen Beinen aufbaute. Sie sagte mir, ich solle mich auf den Rücken legen, denn bis dahin lag ich gekrümmt auf der Seite, in Embryonalstellung. Dann ging sie zur Metalltür und betätigte den automatischen Türöffner. Sie schaute in den Flur und rief „Geburt!“. Eine Kollegin von ihr kam fragend herbeigeeilt „Jetzt schon? Das ging aber schnell.“
Vergessen waren alle Geburtspositionen, die wir vorher geübt haben, und ich war froh, eine resolute Hebamme zu haben, die mir die nötige Unterstützung bot.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;„Ich sehe das Köpfchen. Sie hat Haare. Du hattest recht, sie hat ganz viele Haare!“&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Ich lag also auf dem Rücken, die beiden Hebammen hielten meine Beine angewinkelt und Björn drückte meinen Kopf in Richtung Brust. Zugegeben, angenehm war die Position nicht, aber effektiv. Jetzt waren sie da, die Presswehen. Bei jeder Presswehe sollte ich tief Luft holen und mit der Wehe ausatmen, um das Baby kommen zu lassen. Als das Köpfchen langsam herauskam, war es ein seltsames Gefühl.
Björn rief voller Freude: „Ich sehe das Köpfchen. Sie hat Haare. Du hattest recht, sie hat ganz viele Haare!“. Noch fünf oder sechs Presswehen und dann kam ihr schriller Schrei. Ein vier Stunden Geburtssprint und davon dreißig Minuten Pressen und unsere Tochter war da. Das überraschte selbst die erfahrene Hebamme. Sie legte sie mir auf die Brust. Björn hatte einen Gefühlsausbruch und stand weinend neben mir. Gut, dass wir Frauen gebären, dachte ich, sonst hätte die Menschheit eine kurze Verweildauer auf der Welt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-07-12/friedasgeburt2.jpg&quot; alt=&quot;Unsere Frieda mit vielen Haaren&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir haben uns so sehr über unsere Tochter gefreut. Bei mir war es Freude und Ungläubigkeit, gemischt mit Unbeholfenheit und unendlicher Liebe. Ich konnte nicht glauben, dass ein kleiner Mensch aus mir herauskam, dass dieser Mensch Teil meines Körpers war. Jetzt lag sie da auf meiner Brust, noch voll mit Blut, Wasser und Käseschmiere. Ihre Augen hatte sie schon zu zwei kleinen Schlitzen geöffnet. Die Schlitze schauten mich mit kritisch an, ihre Stirn in kleine Falten gelegt. Ich wusste nicht so recht, was jetzt mit ihr zu tun war; ich wusste nur, dass ich sie festhalten und beschützen muss. Ich legte meine Hände schützend auf sie, versuchte sie zu wärmen und flüsterte: „Hallo, Frieda. Ich bin deine Mama.“&lt;/p&gt;</content><author><name></name></author><category term="Alltag" /><summary type="html">Ich möchte diesen Artikel mit einer Unterhaltung zwischen meiner Cousine und mir einleiten. „Karo, was kommt eigentlich zuerst?“, frage ich meine kinderlose ledige Cousine, der ich allerdings durch die Geburt ihrer drei Nichten kompetentes Wissen bezüglich Schwangerschaften zutraue, „Die Wehen oder platzt die Fruchtblase?“ „Natürlich platzt erst die Fruchtblase und dann kommen die Wehen! Wie soll das Baby denn sonst da herauskommen? Das zeigen sie doch auch immer so in Filmen“, entgegnete sie überzeugt. So war dann auch ich der felsenfesten Überzeugung, dass erst die Fruchtblase platzen muss. Im Geburtsvorbereitungskurs wurde ich eines Besseren belehrt und tatsächlich platzt die Fruchtblase erst in der Austreibungsphase, wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist. Dass die Fruchtblase vor dem Einsetzen der Wehen platzt, sprich, dass es einen vorzeitigen Blasensprung gibt, passiert bei ca. 8–10 % der Schwangerschaften.</summary></entry><entry><title type="html">Hebamme suchen - ab wann beginnen und wie findet man die richtige Hebamme?</title><link href="https://kleinstadtcharme.com/2024/04/05/hebamme-suchen-ab-wann-beginnen-und-wie-findet-man-die-richtige-hebamme.html" rel="alternate" type="text/html" title="Hebamme suchen - ab wann beginnen und wie findet man die richtige Hebamme?" /><published>2024-04-05T07:00:21+02:00</published><updated>2024-04-05T07:00:21+02:00</updated><id>https://kleinstadtcharme.com/2024/04/05/hebamme-suchen-ab-wann-beginnen-und-wie-findet-man-die-richtige-hebamme</id><content type="html" xml:base="https://kleinstadtcharme.com/2024/04/05/hebamme-suchen-ab-wann-beginnen-und-wie-findet-man-die-richtige-hebamme.html">&lt;p&gt;„Hast du schon eine Hebamme?“, war die zweite Frage bei allen Unterhaltungen direkt nach „Wie weit bist du schon?“. Für mich war die Suche nach einer Hebamme die größte Herausforderung, denn es ist gar nicht so einfach, eine Hebamme zu finden, die verfügbar ist und zu einem passt. Ab wann solltest du mit der Hebammensuche beginnen? Die Antwort ist ganz klar, so früh wie möglich! Die Empfehlung aller meiner Freundinnen war, sobald du von der Schwangerschaft erfährst, besser noch direkt nach dem positiven Schwangerschaftstest, fang an, eine Hebamme zu suchen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;wie-finde-ich-die-passende-hebamme&quot;&gt;Wie finde ich die passende Hebamme?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Zunächst gilt es zu unterscheiden, dass es verschiedene Hebammenarten mit verschiedenen Funktionen gibt. Im Krankenhaus gibt es Hebammen, die zum Krankenhauspersonal gehören und dort in Schichten arbeiten. Sie begleitet dich bei deiner Geburt im Kreißsaal, wenn du dich für eine Geburt in der Klinik entscheiden solltest oder es wegen Schwangerschaftsbeschwerden, wie Schwangerschaftsdiabetes, erforderlich ist. Das ist die sogenannte „Beleghebamme“. Darüber hinaus gibt es Hebammen, die selbstständig sind und als freie Hebammen arbeiten, entweder alleine oder in einem Geburtshaus. Leider gibt es durch den Hebammenmangel nicht genug freie Hebammen, was das eigentliche Problem ausmacht, die richtige Hebamme zu finden. Hebammen bieten verschiedene Leistungen an. Du kannst einen Teil der Vorsorgeuntersuchungen, die du sonst vom Gynäkologen durchführen lässt, auch von der Hebamme erledigen lassen. Das wäre eine Hebamme für die Vorsorge. Es gibt Hebammen, die dich während der gesamten Schwangerschaft und Geburt und dann darüber hinaus begleiten. Viele Frauen wählen eine Hebamme für die Nachsorge im Wochenbett und während der Stillzeit. Sie begleitet dich 12 Wochen nach der Geburt. Die ersten Wochen kommt die Hebamme regelmäßig, danach in größeren Abständen. Die Hebamme kümmert sich um dein Wohlbefinden und das deines Babys. Sie kontrolliert die Rückbildung der Gebärmutter und den Wochenfluss, erklärt, wie du dein Baby badest, wie man es wickelt, berät bezüglich Tragetüchern oder einer Trage und gibt dir Empfehlungen zum Babyschlaf. Diese Leistungen der Hebamme übernimmt die Krankenkasse. Nachdem du einen Behandlungsvertrag mit deiner Hebamme geschlossen hast, kann sie die erbrachten Leistungen mit der Krankenkasse abrechnen. Es gibt auch Hebammen, die eine Hausgeburt oder eine Geburt im Geburtshaus begleiten, wenn du nicht in die Klinik willst, und darüber hinaus gibt es auch Hebammen, die nur Kurse geben, wie Geburtsvorbereitungskurse oder Rückbildungskurse.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was viele nicht kennen, sind Familienhebammen. Familienhebammen sind speziell ausgebildete Hebammen, die Mütter bei besonderen Herausforderungen unterstützen z. B. wenn du alleinerziehend bist oder finanzielle, psychische Sorgen hast oder den Alltag nicht bewältigen kannst, bei einem Schreibaby etc. Die Dienste der Familienhebammen sind kostenlos und du kannst durch sie in der Regel bis zum ersten Lebensjahr deines Babys betreut werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sobald du eine für dich passende Hebamme gefunden hast, trägt diese ihre Kontaktdaten in deinem Mutterpass ein.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;wie-sollte-man-bei-der-suche-nach-einer-hebamme-vorgehen&quot;&gt;Wie sollte man bei der Suche nach einer Hebamme vorgehen?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wie oben erwähnt, sind Hebammen sehr gefragt, aber durch den Hebammenmangel schwer zu kriegen. Fange mit deiner Suche so früh wie möglich an, schon in den ersten SSW. Du solltest während der Schwangerschaft beginnen, dich mit deinen Freundinnen auszutauschen, die bereits eine Hebamme hatten und dir eine Empfehlung geben können. Ich bin so vorgegangen, dass ich erst die Hebammen kontaktiert habe, die man mir empfohlen hat. Mache dich aber darauf gefasst, dass diese telefonisch schwer zu erreichen sind und sich gar nicht zurückmelden oder dass du eine Absage nach der anderen bekommst. Die Hebammen, die mir empfohlen wurden, haben mir alle abgesagt, wegen eigener Schwangerschaft, Auszeiten, Urlaub oder weil sie schon zu viele Schwangere betreuen. Es gibt dann natürlich die Möglichkeit zu schauen, ob es Hebammenpraxen oder Geburtshäuser in der Nähe gibt. Oft ist dort das Team aus freien Hebammen und ihren Angeboten samt Telefonnummern gelistet. Darüber hinaus gibt es Hebammenlisten auf den Seiten der Krankenkassen. Hier kann ganz einfach mit der Postleitzahl nach einer Hebamme in der Nähe gefiltert werden. Einige Gesundheitsämter haben übrigens auch Listen mit Hebammen in der Region. Da lohnt es sich, durchzuklingen. Bei mir war es tatsächlich so, dass die empfohlenen Hebammen alle nicht verfügbar waren, obwohl ich mich direkt Anfang November auf die Suche nach einer Hebamme gemacht habe. Zudem kam das Problem der Urlaubszeit und der Sommerferien, da ich ein Sommerbaby erwartete. Viele Hebammen sind während der Ferien mit ihren eigenen Familien verreist. Ich habe meine Hebamme tatsächlich über die Hebammensuche der Krankenkasse gefunden. Ich habe zwei oder drei kontaktiert und mich mit ihnen unterhalten und bei einer hat es sehr gut gepasst. Wir haben uns super verstanden und sie betreut mich nun im Wochenbett. Mein Anruf im Gesundheitsamt hat nicht sehr viel gebracht. Dort erhielt ich nur die Rückmeldung, dass man das nicht auch noch leisten könne, das heißt aber nicht, dass dein Gesundheitsamt diese Listen nicht pflegt.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;welche-ist-denn-nun-die-richtige-für-mich&quot;&gt;Welche ist denn nun die Richtige für mich?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Trotz des Hebammenmangels sollte man nicht Hals über Kopf einer Hebamme zusagen. Die Beziehung zwischen Schwangeren und Hebamme ist etwas sehr Intimes und bedarf eines Vertrauensverhältnisses, damit man sich als Schwangere traut, auch unangenehme oder schwierige Themen anzusprechen. Dafür muss man seiner Hebamme vertrauen können. Es ist kein reines Arzt-Patienten-Verhältnis, das man zum Beispiel als werdende Mutter zu seinem Frauenarzt pflegt. Vielmehr tauscht man sich auf beiden Seiten über private Dinge aus. Auch die Hebamme erzählt von ihren Kindern und ihrem Familienleben, wenn sie welche hat. Nicht nur die Frage „Finde ich eine Hebamme?“, sondern auch die Überlegung, wie die Hebamme sein sollte und welche Erwartungen man an sie hat, sollten gut durchdacht sein. Vielleicht kannst du dir im Vorfeld eine Liste mit deinen Wünschen, Erwartungen und No-Gos aufschreiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für mich war es wichtig, dass die Hebamme Familie hat, nicht zu jung und nicht zu alt ist. Damit habe ich Glück gehabt, denn meine Hebamme ist nur wenige Jahre älter als ich. Sie sollte sympathisch und verständnisvoll sein und keine mit Haaren auf den Zähnen, so vom alten Schlag. Es sollte eine sein, die meine Ängste und Sorgen ernst nimmt und nicht über meine Unbeholfenheit oder Unwissenheit als Erstlingsmama lacht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Außerdem solltest du dir überlegen, welche Leistungen du in Anspruch nehmen möchtest, ob du eine Betreuung mit Vorsorgeuntersuchungen vor der Geburt wünschst oder ob sie dich nur im Wochenbett unterstützen soll. Du kannst dich auch erkundigen, ob deine favorisierten Hebammen einen Geburtsvorbereitungskurs, Rückbildungskurs, geburtsvorbereitende Akupunktur oder Stillberatung anbieten. Dann kannst du sie auch gleich für diese Leistungen in Anspruch nehmen und es ist auch schön, wenn man einen Kurs bei jemandem macht, den man bereits kennt.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;mögliche-fragen-an-deine-hebamme&quot;&gt;Mögliche Fragen an deine Hebamme:&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Wenn du eine Hebamme suchst, die zu dir passt, ist es wichtig, die richtigen Fragen zu stellen, um sicherzustellen, dass ihre Einstellung, Erfahrung und Arbeitsweise mit deinen Erwartungen und Bedürfnissen übereinstimmen. Ich habe eine Auswahl an möglichen Fragen an deine Hebamme zusammengestellt:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Seit wann bist du als Hebamme tätig?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wie viele Geburten hast du betreut?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Hast du besondere Zusatzqualifikationen, Weiterbildungen oder Zertifikate?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Betreust du während der Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Bietest du Schwangerschaftskurse oder Babykurse an?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wie ist deine Einstellung bezüglich Geburt und Schwangerschaft?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Kannst du mir deine Grundsätze und Überzeugungen in Bezug auf die Betreuung während der Schwangerschaft und die Unterstützung während der Geburt erläutern?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wie stehst du zum natürlichen Geburtsprozess und medizinischer Interventionen?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wie stehst du zu Hausgeburten, Geburtshäusern und Geburten in Geburtskliniken oder Krankenhaus? Hast du schon Erfahrung in der Begleitung einer Hausgeburt oder Geburt im Geburtshaus machen können?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wie oft machst du Vorsorgeuntersuchungen und was untersuchst du genau?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wie bist du im Notfall erreichbar?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wie lange und wie häufig gibt es Besuche während der Wochenbettbetreuung?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Was ist der grobe Ablauf bei den Besuchen im Wochenbett, was wird gemacht?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Unterstützt du beim Stillen?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Kennst du dich mit Tragen/Tüchern aus?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fragen bei der Betreuung einer Geburt:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wie sieht die Betreuung während der Wehen und Geburt aus?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Welche Schmerzmittel und Methoden zur Schmerzbewältigung empfiehlst du?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wie gehst du mit der Situation um, die einen medizinischen Eingriff erforderlich macht? Was ist dein Notfallplan?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Hattest du eine Hebamme und wenn ja, wie war die Suche und wie hast du sie gefunden?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</content><author><name></name></author><category term="Alltag" /><summary type="html">„Hast du schon eine Hebamme?“, war die zweite Frage bei allen Unterhaltungen direkt nach „Wie weit bist du schon?“. Für mich war die Suche nach einer Hebamme die größte Herausforderung, denn es ist gar nicht so einfach, eine Hebamme zu finden, die verfügbar ist und zu einem passt. Ab wann solltest du mit der Hebammensuche beginnen? Die Antwort ist ganz klar, so früh wie möglich! Die Empfehlung aller meiner Freundinnen war, sobald du von der Schwangerschaft erfährst, besser noch direkt nach dem positiven Schwangerschaftstest, fang an, eine Hebamme zu suchen.</summary></entry><entry><title type="html">Altes Reihenhaus sanieren</title><link href="https://kleinstadtcharme.com/2024/02/20/altes-reihenhaus-sanieren.html" rel="alternate" type="text/html" title="Altes Reihenhaus sanieren" /><published>2024-02-20T06:00:21+01:00</published><updated>2024-02-20T06:00:21+01:00</updated><id>https://kleinstadtcharme.com/2024/02/20/altes-reihenhaus-sanieren</id><content type="html" xml:base="https://kleinstadtcharme.com/2024/02/20/altes-reihenhaus-sanieren.html">&lt;p&gt;2021 haben wir es gewagt uns ein altes Reihenhaus in einer der Nachkriegssiedlungen in Goslar zu kaufen. Die Lage ist top, die Nachbarschaft super. Ein freier Blick auf ein Feld und ein alter Apfelbaum im Garten haben uns überzeugt. Andere hätten sich die Haussanierung nicht angetan, sondern das Haus einfach abgerissen und neu gebaut, am besten einen riesigen charakterlosen Kasten. Wir haben das Potenzial von unserem Haus mit Kleinstadtcharme aber sofort erkannt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/neugaestewc.jpg&quot; alt=&quot;Gäste-WC&quot; class=&quot;left&quot; /&gt;
&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/neuwc.jpg&quot; alt=&quot;Metrofliesen im Gäste-WC&quot; class=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/haustuer.jpg&quot; alt=&quot;Blick auf die Haustür&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/flur.jpg&quot; alt=&quot;Vom Flur ins Wohnzimmer&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir konnten bereits mit bloßem Auge erkennen, dass es im Haus keine Feuchtigkeit an Wänden und Decke gab. Nach der Begutachtung durch einige Handwerker, haben diese uns ebenfalls die solide Bausubstanz bestätigt. Einige Handwerker leben selber in solch einem Fertighaus und haben schon einige solcher Häuser saniert. Sie hatten daher bereits Erfahrungswerte mit der Bauweise des Hauses. Da es keine Bauschäden gab und auch keine Gefahr von Formaldehyd, Hausschwamm oder Asbest bestand, haben wir auch auf Bausachverständige verzichtet. Dann ging es auch schon los mit den Sanierungsmaßnahmen. Bis auf Dach, Keller und Dachgeschoss wurde alles rundum modernisiert. Der Zustand des Hauses war gut, aber die gesamten Wasserleitungen und die Elektrik mussten erneuert werden. Die Fenster und die Außendämmung haben wir auch gleich mit erneuert. Es waren ungedämmte Fenster mit Einfachverglasung, die schon veraltet waren. Wir haben diese gegen dreifach verglaste Fenster in RAL 7021 getauscht. Bei der Außendämmung kamen 20 cm Dämmmaterial drauf. Fassadendämmung und Fenstertausch, Elektrik, Heizung und Sanitär waren die großen Posten, die auch sehr kostenintensiv waren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/kuechefront.jpg&quot; alt=&quot;Frontansicht auf die Küche&quot; class=&quot;left&quot; /&gt;
&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/kuechewohnzimmer.jpg&quot; alt=&quot;Übergang von der Küche ins Wohnzimmer&quot; class=&quot;right&quot; /&gt;
&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/kuecheherd.jpg&quot; alt=&quot;Küchenansicht auf den Herd&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/kuecheseite.jpg&quot; alt=&quot;Seitliche Ansicht der Küche&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;energetische-sanierung&quot;&gt;Energetische Sanierung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die einzelnen Maßnahmen zur energetischen Sanierung waren der Austausch der Fenster samt veralteter Rollläden und die Dämmung der Hausfassade. Zum Ende der Komplettsanierung erfolgte die Modernisierung der Heizungssysteme, also der Austausch der Heizungsanlage und Heizkörper.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir haben bewusst keinen Energieberater hinzugezogen und auf staatliche Fördermittel verzichtet, stattdessen haben wir die Kosten steuerlich geltend gemacht. Als wir mit der Modernisierung begannen wir, war es mit der Energieeinsparverordnung (ENEV) und der Förderung durch KFW so ein hin und her. Auf das Chaos hatten wir keine Lust.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/wohnzimmer.jpg&quot; alt=&quot;Wohnzimmer mit Hausbar&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/wohnzimmerfenster.jpg&quot; alt=&quot;Blick vom Wohnzimmer in den Garten&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;die-fertigstellung-der-sanierung-eines-alten-reihenhauses&quot;&gt;Die Fertigstellung der Sanierung eines alten Reihenhauses&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Renovierung des Altbaus dauerte insgesamt sieben Monate, sodass wir im Juli 2022 in unser neues Zuhause einziehen konnten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Sanierungsarbeit umfasste auch die Modernisierung der Wohnfläche. So haben wir alle Räume mit neuen Tapeten tapezieren und streichen lassen, neue Fliesen und Fußböden verlegen lassen. Zum Zeit- und Ablaufplan hatte ich &lt;a href=&quot;https://kleinstadtcharme.com/2022/01/05/wir-sanieren-ein-altes-reihenhaus-und-womit-fangen-wir-an.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; bereits etwas geschrieben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unser Haus ist voll unterkellert. Im Erdgeschoss befinden sich der Wohn- und Küchenbereich und ein Gäste-WC. Im Obergeschoss haben wir ein Schlafzimmer und (bisher) zwei Büros und ein größeres Duschbad. Das Dachgeschoss umfasst ebenfalls eine Wohnfläche von über 40 qm. Es ist bereits ausgebaut, allerdings auf dem Stand der 60er Jahre. Es ist mit Holz verkleidet, aber komplett ungedämmt und noch zu renovieren. Die Sanierung des Dachgeschosses und des Kellers werden wir allerdings erst später vornehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach den vielen Sanierungsmaßnahmen haben wir eine Pause eingelegt. So ein altes Haus zu renovieren, erfordert viel Zeit und muss gut durchdacht sein. Jetzt genießen wir zunächst einmal die schöne Auszeit im neuen Haus und es stehen bei uns aktuell andere Projekte weiter oben, wie die Umgestaltung des Vorgartens und der Garten selber und natürlich die Einrichtung der einzelnen Räume.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/neutreppe.jpg&quot; alt=&quot;Treppe ins Obergeschoss&quot; class=&quot;left&quot; /&gt;
&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/neuarbeitszimmermaria.jpg&quot; alt=&quot;Eines der Arbeitszimmer&quot; class=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/schlafzimmer.jpg&quot; alt=&quot;Schlafzimmer&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/flurobergeschoss.jpg&quot; alt=&quot;Der Flur im Obergeschoss&quot; class=&quot;left&quot; /&gt;
&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/bad.jpg&quot; alt=&quot;Bad&quot; class=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;ein-schlusswort-zur-baufinanzierung&quot;&gt;Ein Schlusswort zur Baufinanzierung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ich werde oft nach den Sanierungskosten gefragt, dazu kann ich aber keine konkrete Auskunft geben. Die Renovierungskosten sind hoch, aber nicht anders als bei einem Hausbau auch. Durch Eigenleistung lässt sich sicher etwas bei der Sanierung einsparen. Grundsätzlich gilt, dass die Gesamtkosten abhängig sind von verschiedenen Faktoren, wie dem Sanierungsbedarf, dem Alter und Zustand des Hauses, der Fläche, der Wahl der Materialien etc. Es gibt verschiedene Kostenrechner und Kostenvorlagen im Internet, die ihr konsultieren könnt. Verlasst euch aber nicht zu hundert Prozent auf diese Angaben. Wer ein altes Haus renovieren lassen will, sollte beim Finanzierungsbedarf lieber noch einen Puffer für Unvorhergesehenes veranschlagen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/neuapfelbaum.jpg&quot; alt=&quot;Teetrinken unterm Apfelbaum&quot; class=&quot;left&quot; /&gt;
&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-20/neugarten.jpg&quot; alt=&quot;Die Fassade aus der Gartenansicht&quot; class=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/p&gt;</content><author><name></name></author><category term="Räume" /><summary type="html">2021 haben wir es gewagt uns ein altes Reihenhaus in einer der Nachkriegssiedlungen in Goslar zu kaufen. Die Lage ist top, die Nachbarschaft super. Ein freier Blick auf ein Feld und ein alter Apfelbaum im Garten haben uns überzeugt. Andere hätten sich die Haussanierung nicht angetan, sondern das Haus einfach abgerissen und neu gebaut, am besten einen riesigen charakterlosen Kasten. Wir haben das Potenzial von unserem Haus mit Kleinstadtcharme aber sofort erkannt.</summary></entry><entry><title type="html">Ideen für einen Hauseingang und Vorgarten ohne zu pflastern</title><link href="https://kleinstadtcharme.com/2024/02/19/ideen-fuer-einen-hauseingang-und-vorgarten-ohne-zu-pflastern.html" rel="alternate" type="text/html" title="Ideen für einen Hauseingang und Vorgarten ohne zu pflastern" /><published>2024-02-19T06:00:21+01:00</published><updated>2024-02-19T06:00:21+01:00</updated><id>https://kleinstadtcharme.com/2024/02/19/ideen-fuer-einen-hauseingang-und-vorgarten-ohne-zu-pflastern</id><content type="html" xml:base="https://kleinstadtcharme.com/2024/02/19/ideen-fuer-einen-hauseingang-und-vorgarten-ohne-zu-pflastern.html">&lt;p&gt;Der Vorgarten ist das Tor zum Haus. Das ist das Erste, was Menschen im Vorbeigehen sehen, noch vor der Haustür. Es ist wie beim ersten Eindruck, den ein Mensch beim Kennenlernen hinterlässt. Ich bin der Meinung, dass der Außenbereich genauso viel Liebe und Aufmerksamkeit verdient, wie Haus, Terrasse und Garten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir haben uns ziemlich viele Gedanken zur Vorgartengestaltung gemacht, aber das Wichtigste war eigentlich, dass er zum Konzept des Hauses passt. Unser Haus ist eine Mischung aus Öko und modernem Stadthaus in Japan. Dieses typische, schmal gebaute und praktische Haus, das durch seine Architektur und Hausfassade auffällt. Ideengeber dafür war unter anderem Reposhouse auf Instagram. Pinterest bietet aber auch viel Inspiration rund um die Gartengestaltung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-19/hauseingangvorher.jpg&quot; alt=&quot;Der alte Hauseingang&quot; class=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den Hauseingang wollten wir einfach und puristisch gestalten. Die alten Pflastersteine und die Treppe aus Granit mussten dafür weichen. Die gepflasterte Zuwegung wirkte auf mich zu rustikal und passte nicht mehr zum modernen Erscheinungsbild. Zunächst wurden die Treppenplatten entfernt, anschließend wurde der Betonsockel weggeschlagen und schließlich der Gehweg zurück gebaut.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um dem japanischen Wabi-Sabi Gedanken zu entsprechen und einen puristischen Look zu erreichen, haben wir uns dafür entschieden eine Treppe aus Beton gießen zu lassen. Ich habe dafür ein Moodboard erstellt, denn Form und Farbe sollten unseren Vorstellungen entsprechen. Das erste Treffen mit dem Bauunternehmer war ziemlich amüsant. Er hatte uns vorgeschlagen, die Seiten der Treppe zu verkleiden, weil man ja sonst Nasen sieht, wo das Wasser am Beton runter läuft und sich Moos bilden könnte. Wir haben uns angesehen und mussten lachen. Unsere Antwort war nämlich, dass wir genau das wollen, weil wir Verwitterung auf Beton schön finden. Ich glaube, er hat die Welt nicht mehr verstanden. Solche Kunden hatte er bisher noch nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die ausführliche Vorbesprechung war aber super. Er hat sich alles genau aufgeschrieben und am Ende ist die Treppe genauso umgesetzt worden, wie wir es wollten. Wir haben jetzt drei Stufen, statt vorher nur zwei, und kommen super in die Haustür. Vorher musste man noch einen großen Schritt über die Türschwelle machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-19/betonzwischenstand.jpg&quot; alt=&quot;Abriss der Treppe und Zuwegung&quot; class=&quot;left&quot; /&gt;
&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-19/betonbeginn.jpg&quot; alt=&quot;Die Verschalung&quot; class=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Statt Pflastersteinen haben wir als Weg zum Hauseingang vier Gehwegplatten aus Beton gießen lassen. Björn hatte noch die Idee vorne einen Fahrradständer aufzustellen. So hat man einen Stellplatz für das Fahrrad und muss es nicht immer aus dem Keller holen, wenn man schnell zum Bäcker oder zum Supermarkt will. Der alte Briefkasten wurde auch endlich verbannt. Inspiriert von Reposhouse habe ich die Bobi Postbox für mich entdeckt. Es war Liebe auf den ersten Blick und dann musste unbedingt die Farbe Ice Green sein. So konnte ich im Vorgarten farbliche Akzente setzen. Die Farbe gab es allerdings nur für den japanischen Markt. Ich habe mich daraufhin mit dem Hersteller in Finnland in Verbindung gesetzt und wir konnten den Briefkasten in unserer Wunschfarbe über einen Wholesaler in den Niederlanden beziehen. Das war sehr aufregend, aber die Mitarbeiter waren alle super nett und haben uns sehr gut beraten. Der Briefkasten steht jetzt neben der Haustür und ist über die Betonplatten erreichbar. In Zukunft soll die Betontreppe von einem dünnen Metalldach überdacht werden. Da gilt es aber noch zu klären, wie es mit der Befestigung an der Holzfassade aussieht. Und auch beim Vordach ist es wie bei vielen anderen Dingen auch, dass es das, was wir uns vorstellen, nicht von der Stange gibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-19/verschalung.jpg&quot; alt=&quot;Der Beton wird gegossen&quot; class=&quot;left&quot; /&gt;
&lt;img src=&quot;/assets/media/2024-02-19/treppeaufbau.jpg&quot; alt=&quot;Aufbau der Treppe&quot; class=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als nächstes steht die Bepflanzung des Vorgartens an. Auch dafür habe ich schon einige Gestaltungsideen gesammelt. Der Vorgarten soll pflegeleicht, ganz modern und japanisch angehaucht werden. Allerdings bin ich kein großer Anhänger von Kies oder Schottergärten, daher wird es kein Zengarten. Ich kann mir einen großen Ahorn vor dem Küchenfenster als Sichtschutz vorstellen, Farn und Moos. Zwischen den Betonplatten sollte ein trittfester Bodenbelag wachsen, vielleicht Sternmoos. Hortensien könnten auch gut passen, aber es darf nicht zu sehr Richtung Landhausstil gehen. Das Highlight - neben dem Briefkasten - wird eine Gartenbank ohne Lehne von Hay. Ich hoffe nur, dass ich all meine Wünsche unterbringen kann. Es ist doch oft so, dass etwas in der eigenen Vorstellung ganz groß wirkt, aber letztendlich ist der Vorgarten dann doch nur 5 qm groß.&lt;/p&gt;</content><author><name></name></author><category term="Räume" /><summary type="html">Der Vorgarten ist das Tor zum Haus. Das ist das Erste, was Menschen im Vorbeigehen sehen, noch vor der Haustür. Es ist wie beim ersten Eindruck, den ein Mensch beim Kennenlernen hinterlässt. Ich bin der Meinung, dass der Außenbereich genauso viel Liebe und Aufmerksamkeit verdient, wie Haus, Terrasse und Garten.</summary></entry><entry><title type="html">20. SSW - Zwanzig Wochen Glück</title><link href="https://kleinstadtcharme.com/2024/02/03/zwanzig-wochen-glueck.html" rel="alternate" type="text/html" title="20. SSW - Zwanzig Wochen Glück" /><published>2024-02-03T06:00:21+01:00</published><updated>2024-02-03T06:00:21+01:00</updated><id>https://kleinstadtcharme.com/2024/02/03/zwanzig-wochen-glueck</id><content type="html" xml:base="https://kleinstadtcharme.com/2024/02/03/zwanzig-wochen-glueck.html">&lt;p&gt;Als wir es erfahren haben, waren wir in unserem Jahresurlaub in Cádiz. Es war Anfang Oktober 2023. Wie habe ich es gemerkt, haben mich Freunde gefragt. Was ich auf diese Frage antworten sollte, wusste ich selbst nicht. Es gab keinen konkreten Zeitpunkt, an dem ich es gespürt habe. Ich habe mich anders gefühlt, nicht schlechter, nicht besser als sonst, einfach nur anders. Auch als meine Regel ausgeblieben ist, habe ich nicht erwartet, dass es sein kann. Dass sich mein Zyklus verschiebt, kommt ab und zu vor, besonders wenn ich gestresst bin. Ein Indiz gab es doch, das ich im Nachhinein als das erste Schwangerschaftsanzeichen deuten kann. Ich habe angefangen zu träumen. Ich bin sonst niemand der träumt oder niemand, der sich an seine Träume erinnert, aber ab dem Zeitpunkt der Schwangerschaft habe ich angefangen zu träumen und das jede Nacht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der ersten Oktoberwoche habe ich beschlossen mir einen Test in der Apotheke zu holen und zu schauen, ob es nicht doch sein könnte, dass er positiv ist. Ich habe Björn Bescheid gesagt, dass ich jetzt einen Test machen werde und wir waren beide sehr aufgeregt nachdem ich auf den Streifen gepinkelt habe. Dann war er tatsächlich positiv. Wir waren ganz aus dem Häuschen und konnten es nicht fassen. Es hat geklappt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe zwar vorher schon kaum Alkohol getrunken, aber intuitiv habe ich auch im Urlaub darauf verzichtet. Im Internet hatte ich gelesen, dass man kein Mett mehr essen darf, keinen Rohmilchkäse und keinen rohen Fisch. Das mit dem Fisch war für mich schwer zu verkraften, ich hätte gerne mehr frischen Almadraba Thunfisch gegessen, ein paar Austern, vielleicht sogar Seeigel auf dem Markt. Die wollte ich schon immer probieren. Gut, dann im nächsten Urlaub.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Direkt nach dem Urlaub hatten wir den ersten Ultraschalltermin und dann konnten wir ihn live und in Farbe (schwarz-weiß) sehen, den kleinen Dottersack. Es muss die 7. oder 8. SSW gewesen sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Drei Monate ist das schon her. Jetzt liege ich hier, hab die Beine hochgelegt und massiere meinen kleinen Babybauch, der in der 20. SSW schon deutlich hervorsteht. Seit einigen Tagen merke ich immer deutlicher die zarten Kindsbewegungen in meinem Bauch. Es ist ein Wahnsinnsgefühl, wie tausend kleine Bläschen, die an der Bauchwand prickeln. Am Mittwoch gehe ich wieder zum Ultraschall beim Frauenarzt und ich hoffe, dass sich das Kleine gut entwickelt und einen weiteren Wachstumssprung gemacht hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die ersten 12 SSW wurden begleitet von abwechselnder Freude und Sorge. Jetzt haben wir Halbzeit, aber auch in der 20. SSW mache ich mir Gedanken, ob alles gut verläuft, ob es dem kleinen Lebewesen gut geht. Generell macht man sich um jede Kleinigkeit Gedanken: ob die Sitzposition das Baby einengt, ob ihm das Essen auch geschmeckt hat, ob es merkt, wenn man Auto fährt oder wenn man schlechte Laune hat. Aber Sorgen helfen nicht, ich muss einfach tiefes Vertrauen darin haben, dass alles gut sein wird und jetzt haben wir schließlich auch schon Bergfest.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Übrigens könnt ihr euch nicht vorstellen, wie sehr ich gerade nach einem Mettbrötchen und einem Stück Räucherlachs schmachte. Noch dazu kommt, dass Björn, der Fiesling, jetzt auf den Lachsgeschmack gekommen ist und sich jeden Samstag ein großes Stück vom Wochenmarkt holt und ich kann mich aktuell nur damit begnügen an diesem Stück zu riechen. Räucherlachs wird es auf jeden Fall für mich im Wochenbett zum Frühstück geben!&lt;/p&gt;</content><author><name></name></author><category term="Alltag" /><summary type="html">Als wir es erfahren haben, waren wir in unserem Jahresurlaub in Cádiz. Es war Anfang Oktober 2023. Wie habe ich es gemerkt, haben mich Freunde gefragt. Was ich auf diese Frage antworten sollte, wusste ich selbst nicht. Es gab keinen konkreten Zeitpunkt, an dem ich es gespürt habe. Ich habe mich anders gefühlt, nicht schlechter, nicht besser als sonst, einfach nur anders. Auch als meine Regel ausgeblieben ist, habe ich nicht erwartet, dass es sein kann. Dass sich mein Zyklus verschiebt, kommt ab und zu vor, besonders wenn ich gestresst bin. Ein Indiz gab es doch, das ich im Nachhinein als das erste Schwangerschaftsanzeichen deuten kann. Ich habe angefangen zu träumen. Ich bin sonst niemand der träumt oder niemand, der sich an seine Träume erinnert, aber ab dem Zeitpunkt der Schwangerschaft habe ich angefangen zu träumen und das jede Nacht.</summary></entry><entry><title type="html">Der Schnitzelkönig im Harz - Hüttengaudi im Harzer Schnitzelkönig zwischen Langelsheim und Lautenthal</title><link href="https://kleinstadtcharme.com/2023/06/22/der-schnitzelkoenig-im-harz-huettengaudi-im-harzer-schnitzelkoenig-zwischen-langelsheim-und-lautenthal.html" rel="alternate" type="text/html" title="Der Schnitzelkönig im Harz - Hüttengaudi im Harzer Schnitzelkönig zwischen Langelsheim und Lautenthal" /><published>2023-06-22T07:00:21+02:00</published><updated>2023-06-22T07:00:21+02:00</updated><id>https://kleinstadtcharme.com/2023/06/22/der-schnitzelkoenig-im-harz-huettengaudi-im-harzer-schnitzelkoenig-zwischen-langelsheim-und-lautenthal</id><content type="html" xml:base="https://kleinstadtcharme.com/2023/06/22/der-schnitzelkoenig-im-harz-huettengaudi-im-harzer-schnitzelkoenig-zwischen-langelsheim-und-lautenthal.html">&lt;p&gt;Wie es der Zufall so will, sind wir diese Woche bei Langelsheim unterwegs gewesen. Die Gegend ist schön und lädt zum Wandern und Entspannen ein. Bloß wenn man ein Café oder Lokal in der Umgebung sucht, das fußläufig zu erreichen ist, ist man verloren. Wir hatten keine Lust darauf, unser Auto zu bewegen und nach Hahnenklee oder Wolfshagen zu fahren und haben stattdessen recherchiert, was es im Ort gibt. Das war leider nicht viel. Es gibt dort einen kleinen Nahkauf, der mittags allerdings geschlossen hat und dann sehen wir dort den berühmten Schnitzelkönig. Ist es jetzt der Harzer Schnitzelkönig in Langelsheim oder der Harzer Schnitzelkönig in Lautenthal? Eine gute Frage, der ich zunächst nachgehen musste. Prompt habe ich wieder etwas Neues über den Harz gelernt. Lautenthal ist ein Ortsteil der Stadt Langelsheim und gehört zum Landkreis Goslar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Harzer Schnitzelkönig ist bei mir auf Platz 3 der Dinge, die man im Harz gemacht und gesehen haben muss. Direkt hinter dem Besuch beim Windbeutelkönig. Die Entscheidung ist schnell gefallen. Wir gehen dort essen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2023-06-22/schnitzelkoenigharzschnitzel.jpg&quot; alt=&quot;Paprikaschnitzel und Salat im Schnitzelkönig im Harz&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf der Speisekarte gibt es jede Menge Schnitzel in jeder erdenklichen Variante, vom klassischen Wiener- bis zum Sambal-Schnitzel. Man kann sogar zwischen vier Schnitzel-Gewichtsklassen wählen. Wem das noch nicht reicht, der kann es noch zusätzlich mit Käse überbacken lassen. Ich habe mich für das kleinste Paprikaschnitzel mit Pommes entschieden. Bei aller Fleisch-Liebe, aber ein Kilogramm Fleisch ist mir eindeutig zu viel. Da es keinen Salat dazu gab, mir aber die Lust nach etwas Frischem war, habe ich noch einen Gurken-Dill Salat bestellt. Der war richtig lecker. Das kleine Schnitzel hat mir komplett gereicht. Ich habe es nicht einmal ganz aufessen können und einige Pommes musste ich auch zurücklassen. Was ich im Harzer Schnitzelkönig besonders toll fand, waren die selbst gemachten Limonaden, die es dort gab und das frisch gezapfte Bier. Was mir auch super gefallen hat, war das große Angebot für Vegetarier. Auf der Karte findet sich Veggie-Wurst, es kann aber auch jedes Schnitzelgericht als Veggie-Variante bestellt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Preisleistungsverhältnis für das Schnitzel mit Pommes war passend. Es ist klar, dass ich dort keine Premium Qualität erwarten kann, aber dafür war es ganz lecker. Einziges Manko war für mich die fehlende Salatbeilage. Dafür gibt es Punktabzug, denn diese gehört für mich zu einem vollständigen Gericht einfach dazu.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;harzer-schnitzelkönig-365-tage-après-ski&quot;&gt;Harzer Schnitzelkönig: 365 Tage Après-Ski&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Atmosphäre in dem Restaurant war an dem Tag sehr entspannt und gemütlich. Ich muss aber hinzufügen, dass wir am Wochenanfang außerhalb der Ferien essen waren. Obwohl wir spontan und ohne Reservierung gekommen sind, hatten wir freie Platzwahl. Es war so gut wie nichts los an diesem Tag. Grundsätzlich empfehle ich aber zu reservieren, vor allem wenn man mit einer größeren Gruppe kommen will.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich denke, dass es in dem Restaurant ziemlich laut werden kann, wenn mehr Gäste da sind. Das Lokal ist darauf ausgelegt, dass viele Personen zum Essen und Spaß haben, kommen. Das Interieur ist eine Mischung zwischen Harzrustiko und bayrischer Alm. Jetzt Kunstschnee und Ballermann-Hits und ich fühle mich wie beim Après-Ski. Da hat sich der Inhaber Stephan Schoenitz ein interessantes Konzept für den Harztourismus einfallen lassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2023-06-22/schnitzelkoenigharzspeisekarte.jpg&quot; alt=&quot;Die Speisekarte im Schnitzelkönig&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;adresse&quot;&gt;Adresse:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wildemanner Str. 9
38685 Lautenthal&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;öffnungszeiten&quot;&gt;Öffnungszeiten:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Montag bis Sonntag 11:30 Uhr bis 24:00 Uhr&lt;/p&gt;</content><author><name></name></author><category term="Unterwegs" /><summary type="html">Wie es der Zufall so will, sind wir diese Woche bei Langelsheim unterwegs gewesen. Die Gegend ist schön und lädt zum Wandern und Entspannen ein. Bloß wenn man ein Café oder Lokal in der Umgebung sucht, das fußläufig zu erreichen ist, ist man verloren. Wir hatten keine Lust darauf, unser Auto zu bewegen und nach Hahnenklee oder Wolfshagen zu fahren und haben stattdessen recherchiert, was es im Ort gibt. Das war leider nicht viel. Es gibt dort einen kleinen Nahkauf, der mittags allerdings geschlossen hat und dann sehen wir dort den berühmten Schnitzelkönig. Ist es jetzt der Harzer Schnitzelkönig in Langelsheim oder der Harzer Schnitzelkönig in Lautenthal? Eine gute Frage, der ich zunächst nachgehen musste. Prompt habe ich wieder etwas Neues über den Harz gelernt. Lautenthal ist ein Ortsteil der Stadt Langelsheim und gehört zum Landkreis Goslar.</summary></entry><entry><title type="html">Windbeutelkönig Harz</title><link href="https://kleinstadtcharme.com/2023/03/21/windbeutelkoenig-harz.html" rel="alternate" type="text/html" title="Windbeutelkönig Harz" /><published>2023-03-21T06:00:21+01:00</published><updated>2023-03-21T06:00:21+01:00</updated><id>https://kleinstadtcharme.com/2023/03/21/windbeutelkoenig-harz</id><content type="html" xml:base="https://kleinstadtcharme.com/2023/03/21/windbeutelkoenig-harz.html">&lt;p&gt;Nach dem GlowGolf in Altenau sind wir noch weiter zum Kunsthandwerkerhof nach Zellerfeld. Dort gibt es ein ganz tolles Restaurant, die „Biermünze“ mit Tischen im Freien. Bei dem guten Wetter konnte man gut draußen sitzen und ich wollte unbedingt auf einem Plaza die Sonne aufs Gesicht scheinen lassen. Leider war ausgerechnet an dem Samstag geschlossene Gesellschaft und ein alternativer Plan musste her. Wir haben ein wenig hin und her überlegt und sind dann auf den Windbeutelkönig gekommen. In meiner Mädelsrunde ist schon öfter darüber gesprochen worden, dass der Windbeutel-König eine Institution im Ort ist. Auch wenn ich mit anderen darüber gesprochen habe, dass ich jetzt in Goslar wohne, war die erste Reaktion darauf, ob ich denn schon beim Windbeutel-König war. Also los! Schauen wir mal, ob der König der Windbeutel seinem Namen alle Ehre macht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir müssen auch gar nicht weit fahren, denn das Restaurant liegt ebenfalls im Ort Altenau. Es liegt direkt am Stausee, der Okertalsperre. Wenn man Glück hat, kann man einen der begehrten Plätze am Fenster ergattern, mit direktem Blick aufs Wasser. Bedauerlicherweise kamen wir den Tag nicht in den Genuss des schönen Bildes. Als wir dort ankamen, war das Lokal nur halb belegt und es ist gerade ein Platz am Fenster frei geworden. So viel Glück muss man haben, dachte ich, aber wir durften uns dort nicht setzen. Die Bedienung wüsste nicht, wann sie dazu käme, den Platz sauberzumachen. Als wir uns an einen der anderen freien Plätze gesetzt hatten, hatte ich sie noch einmal darauf angesprochen und meinte, dass wir auch kurz warten können. Das sei kein Problem für uns. Für sie aber wohl schon. Sie wüsste ja nicht, wie viele Personen noch kämen. Zwei Sekunden später kam ein anderes Paar, das sich – im Gegensatz zu uns – an diesen Tisch am Fenster setzen durfte. Man kann sich vorstellen, wie ich geschaut habe und dass meine Laune daraufhin im Keller war. Am liebsten wäre ich einfach gegangen und wenn Björn nicht dabei gewesen wäre, der mich besänftigt hat, hätte ich unerwünschtes Feedback gegeben und wäre gegangen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2023-03-21/windbeutel.jpg&quot; alt=&quot;Karinchen im Windbeutel König&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vom Interieur her, scheint der Windbeutel-König in den 50er-Jahren stehen geblieben zu sein. Wenn man dort isst, hat man das Gefühl, in der Zeit zurückgereist zu sein. Die Speisekarte des Windbeutelkönigs bietet ein großes Angebot an verschiedenen süßen und herzhaften Gerichten. Man kann Windbeutel nach Wahl mit Eis oder saisonalen Früchten genießen. Die herzhaften können mit Lachs und sogar mit Harzer Käse gefüllt sein. Für die Kleinen gibt es herzhafte Menüs und Kinder-Windbeutel, die bunt verziert sind. Wir haben uns für das „Karinchen“ entschieden, ein Riesen-Windbeutel mit Kirschen, den wir uns geteilt haben. Die Form ähnelte Windbeuteln. Oben war Teig, unten war Teig und in der Mitte sehr, sehr viel Sahne und einige Kirschen. Der Teig war kein Brandteig, wie ich ihn von den Windbeuteln meiner Mama kenne, sondern hat nach hartem Brötchen geschmeckt. Die Sahne war auch nicht mehr so frisch. Ob sich der Besuch beim Windbeutel-König lohnt? Die Frage würde ich mit einem klaren Nein beantworten, wenn es um die Windbeutel geht. Darüber, wie die anderen Gerichte schmecken, kann ich keine Auskunft geben. Diese müsst ihr schon selbst probieren. Die vielen positiven Bewertungen der Windbeutel kann ich im Nachhinein nicht nachvollziehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2023-03-21/speisekarte.jpg&quot; alt=&quot;Die Speisekarte im Windbeutel König&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was sich aber auf jeden Fall lohnt, ist ein Ausflug zum Romkerhaller Wasserfall, der sich gleich in der Nähe befindet. Bei der kleinen Wanderung zur Aussichtsplattform oben am Wasserfall kann man gleich den zuvor vernaschten Nachtisch wegwandern. Hinter dem Wasserfall geht es an einem schmalen Wanderweg entlang am kleinen Romke. Ich habe mich nicht getraut, den gleichen Weg neben dem Wasserfall zurückzunehmen, weil es den Tag sehr matschig war und ich keine Wanderschuhe anhatte. Der Weg war aber sehr steil und glitschig und ich hatte Angst abzurutschen. Stattdessen sind wir bei dem kleinen Romke rechts abgebogen und über einen Forstweg wieder zur Straße gelaufen. Da war der Boden auch sehr nass und lehmig und ich bin immer wieder im Schlamm versunken und abgerutscht, aber wenigstens war der Weg eben. Natürlich kann man vor oder nach dem Windbeutel König auch einen schönen Spaziergang an der Okertalsperre machen und den schönen Blick auf das Wasser genießen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2023-03-21/blickvomromkerhallerwasserfall.jpg&quot; alt=&quot;Blick vom Romkerhaller Wasserfall&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alles in allem war der Besuch des Windbeutel-Königs nichts, was ich persönlich wiederholen muss, aber die Fahrt dorthin lohnt sich wegen der einzigartigen Lage zwischen Romkerhaller Wasserfall und Okertalsperre.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Die Windbeutel meiner Mama bleiben mir einfach die liebsten.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;informationen-zum-windbeutel-könig-harz&quot;&gt;Informationen zum Windbeutel-König® Harz:&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Adresse:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gemkenthal 1
38707 Altenau&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Öffnungszeiten:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mittwoch bis Sonntag 11:30 Uhr bis 17:00 Uhr&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Montag und Dienstag geschlossen&lt;/p&gt;</content><author><name></name></author><category term="Unterwegs" /><summary type="html">Nach dem GlowGolf in Altenau sind wir noch weiter zum Kunsthandwerkerhof nach Zellerfeld. Dort gibt es ein ganz tolles Restaurant, die „Biermünze“ mit Tischen im Freien. Bei dem guten Wetter konnte man gut draußen sitzen und ich wollte unbedingt auf einem Plaza die Sonne aufs Gesicht scheinen lassen. Leider war ausgerechnet an dem Samstag geschlossene Gesellschaft und ein alternativer Plan musste her. Wir haben ein wenig hin und her überlegt und sind dann auf den Windbeutelkönig gekommen. In meiner Mädelsrunde ist schon öfter darüber gesprochen worden, dass der Windbeutel-König eine Institution im Ort ist. Auch wenn ich mit anderen darüber gesprochen habe, dass ich jetzt in Goslar wohne, war die erste Reaktion darauf, ob ich denn schon beim Windbeutel-König war. Also los! Schauen wir mal, ob der König der Windbeutel seinem Namen alle Ehre macht.</summary></entry><entry><title type="html">Zimtschnecken mit Frosting</title><link href="https://kleinstadtcharme.com/2023/02/28/zimtschnecken-mit-frosting.html" rel="alternate" type="text/html" title="Zimtschnecken mit Frosting" /><published>2023-02-28T06:00:21+01:00</published><updated>2023-02-28T06:00:21+01:00</updated><id>https://kleinstadtcharme.com/2023/02/28/zimtschnecken-mit-frosting</id><content type="html" xml:base="https://kleinstadtcharme.com/2023/02/28/zimtschnecken-mit-frosting.html">&lt;p&gt;Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich schon ein paar mal Zimtschnecken mit Frischkäse-Frosting (Cream Cheese Frosting) gebacken habe. Jetzt habe ich ein abgewandeltes Zimtschnecken Rezept ausprobiert. Bei meinen ersten Versuchen sind sie mir noch nicht besonders gut gelungen, muss ich gestehen 😀&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe leider den Fehler gemacht, nicht lange genug zu warten, bis der Teig aufgegangen ist. Beim ersten Mal habe ich außerdem mit Trockenhefe gebacken. Vielleicht sind sie deswegen nicht besonders fluffig geworden. Dieses Mal sind verboten gut und mega lecker geworden. Ich bin sehr stolz auf mich. Was für ein leckeres Rezept für Zimtschnecken habe ich da kreiert!&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;saftige-cinnamon-rolls-mit-frischkäse-frosting&quot;&gt;Saftige Cinnamon Rolls mit Frischkäse Frosting&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Es ist Ende Februar und draußen sind wieder Temperaturen um den Gefrierpunkt und es regnet. Was gibt es da Schöneres als den Tag mit dem Duft frisch gebackener Cinnamon Rolls zu beginnen? Mit meinem tollen Rezept für saftige und super fluffige amerikanische Zimtschnecken mit Frischkäse Topping kannst du dir den Geschmack der amerikanischen Zimtschnecken mit Creamcheese-Frosting von Cinnabon zu dir nach Hause holen. Das Gute daran, das Rezept ist schnell nachgebacken und auch für Anfänger geeignet.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;hier-ist-mein-rezept&quot;&gt;Hier ist mein Rezept&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Arbeitsaufwand: ca. 30 Min&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Gehzeit: ca. 1 Std 30 Min&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;die-zutaten&quot;&gt;Die Zutaten&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;500 g Mehl
&lt;img src=&quot;/assets/media/2023-02-28/zubereitungcinnamonrolls.jpg&quot; alt=&quot;Zutaten für Cinnamon Rolls&quot; class=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;7 g Trockenhefe oder frische Hefe&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;120 ml lauwarme Milch&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;1 Ei&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;80 g Zucker&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;1 Prise Salz&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;100 g weiche Butter&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 id=&quot;füllung&quot;&gt;Füllung:&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;2 - 3 EL Zimt&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;100 g Zucker&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;100 g sehr weiche Butter&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 id=&quot;guss&quot;&gt;Guss:&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;100 g Puderzucker&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;60 g Butter&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;50 ml Milch&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;120 g Frischkäse&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 id=&quot;der-teig-für-die-zimtschnecken&quot;&gt;Der Teig für die Zimtschnecken&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2023-02-28/saftigecinnamonrolls.jpg&quot; alt=&quot;Heiße Cinnamon Rolls aus dem Ofen&quot; class=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
  &lt;li&gt;In einer Küchenmaschine oder mit einem Handrührgerät das Mehl, die Trockenhefe und die Milch verrühren. Anschließend mit den restlichen Zutaten vermengen bis ein glatter Teig entsteht.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Die Butter hinzufügen und weiter kneten, bis der Teig elastisch und glatt ist.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Den Hefeteig in der Schüssel, mit Frischhaltefolie abgedeckt, ca. 1 Stunde gehen lassen bei Zimmertemperatur (oder zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen) bis sich der Teig in der Schüssel verdoppelt hat.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Das ist der perfekte Zeitpunkt, um sich eine Tasse Tee zu machen und ein Buch aufzuschlagen. Während der Teig geht, kann man die Zutaten für die Füllung vorbereiten.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;die-füllung&quot;&gt;Die Füllung&lt;/h2&gt;
&lt;ol&gt;
  &lt;li&gt;Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche als Rechteck mit einer Größe von ca. 30 × 40 cm ausrollen.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;DDie Butter kurz in der Mikrowelle erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Nun die Butter großzügig auf dem ausgerollten Teig verteilen und die Zimt-Zucker-Mischung darüber streuen. Hierbei kannst du schon den Duft der super leckeren Zimtschnecken riechen.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Den mit Butter bestrichenen Hefeteig von der langen Seite her aufrollen und in ca. 12 Stück (3 cm dicke Scheiben) schneiden. So hast du gleich zwölf Schnecken, die bereit sind für den Ofen.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;h2 id=&quot;das-backen&quot;&gt;Das Backen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/media/2023-02-28/frostingcinnamonrolls.jpg&quot; alt=&quot;Das Frosting für die Cinnamon Rolls&quot; class=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
  &lt;li&gt;Jetzt musst du die Cinnamon Rolls in eine gefettete Auflaufform mit der Schnittfläche nach unten legen und an einem warmen Ort weitere 30 Minuten gehen lassen. 
Deine Zimtschnecken gehen durch den Hefeteig schnell auf, bis sie die Form komplett füllen.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Du kannst den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Vor dem Backen solltest du Butterflocken auf den Zimtschnecken verteilen oder sie mit geschmolzener Butter bepinseln. Jetzt die Schnecken ca. 25–30 Minuten darin goldbraun backen. Der Duft von frisch gebackenem Gebäck erfüllt inzwischen das ganze Haus und vertreibt jeden grauen Gedanken.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Während die Cinnamon Rolls im Ofen sind, kannst du das Frosting vorbereiten oder den Schnecken beim Backen zusehen.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;h2 id=&quot;das-frosting&quot;&gt;Das Frosting&lt;/h2&gt;
&lt;ol&gt;
  &lt;li&gt;Für das Frosting Frischkäse, Butter, Milch und Puderzucker verrühren.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Die warmen Zimtschnecken aus dem Ofen nehmen, kurz stehen lassen und anschließend die fertig gebackenen Zimtschnecken mit Glasur bestreichen, solange diese noch warm sind.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Das Topping aus Frischkäse verleiht den Zimtschnecken eine besonders sahnige Note und eignet sich perfekt als Gegenspieler zur Füllung aus Zimt und Zucker. Serviere die Cinnamon Rolls direkt und genieße das Gebäck am besten noch warm.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit diesem Rezept kann man sich jeden Tag wie in einer amerikanischen Bakery fühlen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kleiner Tipp am Rande, du kannst die warm aus dem Ofen kommenden Zimtschnecken einige Minuten abkühlen lassen und danach einfach einfrieren und später essen. Du kannst sie nach dem Auftauen noch einmal kurz im Backofen aufbacken. So schmecken die Zimtschnecken super fluffig und weich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn du das wunderbare Rezept ausprobiert hast, lass mich wissen, wie es dir gefallen hat. Ich freue mich immer über dein Feedback. Das Rezept ist wirklich gut geworden. Die Zimtschnecken schmecken herrlich saftig und ich möchte mein super Rezept für die Cinnamon Rolls mit dir teilen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</content><author><name></name></author><category term="Alltag" /><summary type="html">Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich schon ein paar mal Zimtschnecken mit Frischkäse-Frosting (Cream Cheese Frosting) gebacken habe. Jetzt habe ich ein abgewandeltes Zimtschnecken Rezept ausprobiert. Bei meinen ersten Versuchen sind sie mir noch nicht besonders gut gelungen, muss ich gestehen 😀</summary></entry></feed>